CD-Kritik der Mainpost

Der Orientalist Rückert klingt gleich im ersten Stück an: „Weltgeheimnis“, Opener des ersten Albums von Georg Nägles Rückert-Pop-Projekt „Poetryclub“, ist unterlegt mit fremdartigen Klängen, die Assoziationen von Steppe und Seidenstraße auslösen.

13 Rückert-Songs sind auf der CD „Goldene Zeit“ versammelt, für die Nägle eine ganze Reihe Gastmusiker gewonnen hat, unter ihnen durchaus prominente Fachkräfte wie Falk, Denny Fresh, Benny Greb oder Peter Wölpl. Das Ergebnis ist musikalisch ebenso vielfältig wie Rückerts Poesie. Nägle verbindet stilsicher (mitunter vielleicht ein ganz klein wenig üppig) schöne Melodien, einfallsreiche Rhythmusarbeit, rockige Gitarrensoli, soulige Vocals, ein wenig HipHop und viele interessante Klänge.

Der „Poetryclub“ tappt dabei nicht in die Falle der Programmmusik. Hier wird in erster Linie gute Musik gemacht, die mit eigenständigen Mitteln versucht, den Texten gerechtzuwerden. So ist „Abhanden“ durchaus kein grüblerisches Adagio, sondern trotzig und vital. „Mitternacht“ ist unterlegt mit fetzigen Riffs. „Die Welt ist schön“ kommt als rauchige Ballade, wunderbar gesungen von Falk. Und „Offen“ macht überzeugend musikalisch wie textlich Mut: „Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehle dir das Hoffen!/Ein Tor ist zugetan, doch tausend stehn noch offen.“

Ab Mitte Dezember im Download, ab 18. Januar im Handel. Genaueres unterwww.poetryclub.de

 

Quelle: http://www.mainpost.de/lokales/schweinfurt/stadtKultur-schweinfurt;art17957,4237785

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~ von cosmic - Juli 28, 2008.

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