Protest: Ich kann nicht spielen! Sorry Occupy…

Irre!

Irre!

Ich sage den musikalischen Auftritt bei der Occupy-Biennale im KW-Berlin am Donnerstag hiermit aus Protest ab. Ich kann nicht spielen! Die Ereignisse und undemokratischen Ermächtigungen, die sich Momentan im europäischen Weltgeschehen abzuzeichnen scheinen, sind aus meiner Sicht, bedrohlich. Abschaffung von Demokratie, Grund- und Bürgerrechten, hervorgerufen durch vermeintliche Sachzwänge, werden als alternativlos erachtet. Der Blick hinter die Kulissen dieses Theaters und die Vorschau auf die kommenden Akte sind schockierend.

Mir ist durchaus bewusst, dass ich mit dieser Einschätzung in unserer „gut informierten“ Gesellschaft weitesgehend alleine dastehe und ich dadurch sicherlich polarisieren werde. Aber es ist eine begründbare Meinung und meine Befürchtung, die durch die momentanen Bestrebungen der Politik hervorgerufen und durch ein mulmiges Bauchgefühl täglich bestätigt wird.

Ja, ich bin in diesem Falle vielleicht ein Spielverderber. Aber ich kann gerade nicht anders, es mein Beitrag zu diesem Spiel. Ich sehe mich ausser Stande so zu tun, als wären die politischen Vorgänge in Europa alle ganz normal und halb so schlimm.

Die Mehrheit weiss nicht wovon ich rede? Eben, das ist ja das Problem. Ich protestiere gegen die unzureichende und schlechte Aufklärung der Bevölkerung, gegen die bewusst geschaffene Unwissenheit, die uns schon so oft den Arsch gekostet hat. Einen Funken Hoffnung, das sich der Wind noch dreht, bewahre ich mir. Bewusstsein erschafft Materie. Ich werde wieder spielen, ein anderes Mal.

Und selbstverständlich richtet sich mein Protest nicht gegen Occupy, im Gegenteil! Bitte macht weiter!

cosmic, Berlin

P.S.:

Stattdessen gehe ich meditieren…

Explore my world: www.poetryclub.de

Die Welt ist schön

Friedrich Rückert

Die Welt ist schön, die Welt ist gut, gesehn als Ganzes
Der Schöpfung Frühlingspracht, das Heer des Sternentanzes.

Die Welt ist schön, ist gut, gesehn im einzelst Kleinen
Ein jedes Tröpfchen Tau kann Gottes Spiegel scheinen.

Nur wo du Einzelnes auf Einzelnes beziehst
Oh, wie vor lauter Streit du nicht den Frieden siehst.

Der Frieden ist im Kreis, im Mittelpunkt ist er.
Drum ist er überall, doch ihn zu sehn ist schwer.

Es ist die Eintracht, die sich aus der Zwietracht baut,
Wo mancher, vom Gerüst verwirrt, den Plan nicht schaut.

Drum denke, was dich stört, daß dich ein Schein betört
Und was du nicht begreifst, gewiß zum Plan gehört.

Such erst in dir den Streit zum Frieden auszugleichen
Versöhnend dann soweit du kannst umherzureichen.

Und wo die Kraft nicht reicht, da halte dich ans Ganze;
Im ewgen Liebesbund steht mit dir Stern und Pflanze.

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~ von cosmic - Juni 19, 2012.

3 Antworten to “Protest: Ich kann nicht spielen! Sorry Occupy…”

  1. Es stimmt mich traurig, aber ich kann’s verstehen…

  2. warum nutzt du nicht die bühne, um die menschen aufzuklären???
    denn das prangerst du doch an…du hast doch damit die chance die leute zu erreichen…

  3. Hallo Torsten,

    das ist eine gute Frage, über die ich auch nachdenken werde. Viellecht, weil´s mir ein bischen so geht, wie in dem Text von Ziel der Lieder? 😉 Danke für Deinen Post. Kennst Du das Video?..:

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