Protest: Ich kann nicht spielen! Sorry Occupy…

•Juni 19, 2012 • 3 Kommentare
Irre!

Irre!

Ich sage den musikalischen Auftritt bei der Occupy-Biennale im KW-Berlin am Donnerstag hiermit aus Protest ab. Ich kann nicht spielen! Die Ereignisse und undemokratischen Ermächtigungen, die sich Momentan im europäischen Weltgeschehen abzuzeichnen scheinen, sind aus meiner Sicht, bedrohlich. Abschaffung von Demokratie, Grund- und Bürgerrechten, hervorgerufen durch vermeintliche Sachzwänge, werden als alternativlos erachtet. Der Blick hinter die Kulissen dieses Theaters und die Vorschau auf die kommenden Akte sind schockierend.

Mir ist durchaus bewusst, dass ich mit dieser Einschätzung in unserer „gut informierten“ Gesellschaft weitesgehend alleine dastehe und ich dadurch sicherlich polarisieren werde. Aber es ist eine begründbare Meinung und meine Befürchtung, die durch die momentanen Bestrebungen der Politik hervorgerufen und durch ein mulmiges Bauchgefühl täglich bestätigt wird.

Ja, ich bin in diesem Falle vielleicht ein Spielverderber. Aber ich kann gerade nicht anders, es mein Beitrag zu diesem Spiel. Ich sehe mich ausser Stande so zu tun, als wären die politischen Vorgänge in Europa alle ganz normal und halb so schlimm.

Die Mehrheit weiss nicht wovon ich rede? Eben, das ist ja das Problem. Ich protestiere gegen die unzureichende und schlechte Aufklärung der Bevölkerung, gegen die bewusst geschaffene Unwissenheit, die uns schon so oft den Arsch gekostet hat. Einen Funken Hoffnung, das sich der Wind noch dreht, bewahre ich mir. Bewusstsein erschafft Materie. Ich werde wieder spielen, ein anderes Mal.

Und selbstverständlich richtet sich mein Protest nicht gegen Occupy, im Gegenteil! Bitte macht weiter!

cosmic, Berlin

P.S.:

Stattdessen gehe ich meditieren…

Explore my world: www.poetryclub.de

Die Welt ist schön

Friedrich Rückert

Die Welt ist schön, die Welt ist gut, gesehn als Ganzes
Der Schöpfung Frühlingspracht, das Heer des Sternentanzes.

Die Welt ist schön, ist gut, gesehn im einzelst Kleinen
Ein jedes Tröpfchen Tau kann Gottes Spiegel scheinen.

Nur wo du Einzelnes auf Einzelnes beziehst
Oh, wie vor lauter Streit du nicht den Frieden siehst.

Der Frieden ist im Kreis, im Mittelpunkt ist er.
Drum ist er überall, doch ihn zu sehn ist schwer.

Es ist die Eintracht, die sich aus der Zwietracht baut,
Wo mancher, vom Gerüst verwirrt, den Plan nicht schaut.

Drum denke, was dich stört, daß dich ein Schein betört
Und was du nicht begreifst, gewiß zum Plan gehört.

Such erst in dir den Streit zum Frieden auszugleichen
Versöhnend dann soweit du kannst umherzureichen.

Und wo die Kraft nicht reicht, da halte dich ans Ganze;
Im ewgen Liebesbund steht mit dir Stern und Pflanze.

Wir sind viele und wir wollen teilen. poetrYclub stoppt ACTA! Samstag 9. Juni 2012

•Juni 8, 2012 • Kommentar verfassen
poetrYclub against ACTA

poetrYclub against ACTA

Diesen Samstag (9.6.2012) sollten wir wieder auf die Strassen gehen, europaweit, gegen das geplante ACTA-Abkommen! Wir sind viele und wir wollen teilen.

Hier findet man alle DEMOS deutschlandweit: http://wiki.stoppacta-protest.info/DE:%C3%9Cbersicht_Demos3

Ich werde morgen in Berlin dabei sein. Treffpunkt ist 12 Uhr Oberbaumbrücke zwischen Kreuzberg und Friedrichshain. Hier ist der Link: https://www.facebook.com/events/340510369343382/

poetrYclub und Cosmic unterstützen die Proteste gegen ACTA! Das aktuelle Video enthält einige Sequenzen die auf der letzten Acta Demo in Berlin aufgenommen. Die aktuelle Pressemitteilung zum Album Romantik Liebe Rebellion .

Wir sehen und hören uns!

cosmic

www.poetryclub.de

Mumble ist das Tool der Stunde – Demokratie, Transparenz

•Mai 24, 2012 • Kommentar verfassen

„Come into the Mumble Baby!“ – Wenn die Piraten sowas wie eine neue Demokratiebewegung sind, dann vor allem auch deshalb, weil sie es verstehen, die Werkzeuge der Internetrevolution zu nutzen. Das beste Beispiel dafür dürfte zur Zeit das Mumble sein. Eine Telko-Software die sich jeder frei installieren kann. Danach gehts rein in die verschiedenen Räume der Piraten. Vorreiter einer neuen Diskussions- und Gesprächskultur scheinen dabei die Piraten und Piratinnen der AG Geldordnung zu sein. In den letzten Wochen gab es drei hörenswerte Mumble-Grills, wie sie auch genannt werden. Den Anfang machte Joseph Huber (Vollgeld / Monetative), dann war Raimund Brichta von der telebörse zu Gast und schließlich fand sich Heiner Flassbeck auf dem Podium wieder und beantwortete fast zwei Stunden lang die Fragen der Moderatoren und der Zuhörer am Saalmikrofon.

Und das alles auf hohem Niveau, wie man an dem obigen Dokument auf youtube nachhören kann. Überhaupt, was man in den Mumbles der AG Geldordnung zu hören bekommt, muss für alle wirklich politisch interessierten Bürger eine Offenbarung sein. Wussten Sie zum Beispiel, dass sich Deutschland durch den jahrelangen Verzicht auf Lohnsteigerungen mitschuldig gemacht hat, an der Eurokrise? Oder ist ihnen klar, dass das Sparen auf der anderen Seite das Verschulden bewirkt? Haben sie sich nicht auch schon immer gefragt, warum die direkte Staatsfinanzierung durch die Zentralbanken in Europa verboten ist, und was dieses Verbot bringen soll, ausser satte Renditen für die Banken?

Demokratie? Man kann nur hoffen, dass immer mehr Menschen aufwachen und sich den bestehenden Problemen dieser Zeit stellen, sich informieren und ihr Wissen weitertragen. Die Piraten brechen gerade erfolgreich die alten Strukturen auf und laden ein, zum Mitmachen. Wenn ich noch einen Bogen zur Kunst schlagen darf, Beuys hätte seine wahre Freude gehabt.

Wer mitmachen will bei den Piraten muss kein Mitglied sein. Jeder kann einsteigen und dabei sein, zum Beispiel im Mumble.

Alles weitere, wie es läuft: http://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik

Viel Spass!

cosmic, berlin

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Lafontaine und Dirk Müller bei Susanne Will

•Mai 24, 2012 • Kommentar verfassen

Es ist mittlerweile 2 Jahre her, als ich in meiner veträumten Welt, eine Video an Maybritt Illner gepostet habe. Hatte sie doch aufgefordert, wichtige Fragen an die SPD-Größen Steinbrück und Steinmeier zu stellen. Ausgestahlt wurde das Video in der Sendung natürlich nicht. Wer will denn im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auch solch bedeutende Fragen aufbringen, das wäre doch zuviel Risiko:

Gestern war Ex-SPD-Mann Lafontaine bei Susanne Will. Und er hat zumindest mal die direkte Finanzierung der Staaten durch die Zentralbanken thematisiert. Dirk Müller setze dann noch einen drauf und verlangte die Finanzierung der Wirtschaft durch „öffentlich-rechtliche“ Banken. Da ist also zumindest ein Teil der Ideen den Monetative aufgenommen.

Inzwischen bin ich bei den Piraten gelandet und arbeite mit, in der AG Geldordnung. Es ist schon irgendwie ein Witz. Ich will doch eigentlich nur Musik machen, warum muss ich nun meine Zeit ehrenamtlich verbraten, um was voranzubringen? Sind dafür nicht die bezahlten Politiker zuständig? Egal, ich mach es ja gerne und freue mich, dass sich bei den Piraten eine sachliche und progressive Ebene der Zusammenarbeit entwickelt, die in der deutschen Politikszene wohl ihres Gleichen sucht.

Und dabei kommen sehr viele Wahrheiten ans Licht, die uns bisher von öffentlicher Seite überhaupt noch nie kommuniziert wurden. Aus Unwissenheit, aus Angst, oder warum? – Vielleicht und hoffentlich bekommen das die Piraten hin.

Ich werde die werten Leser auf dem Laufenden halten.

cosmic, berlin

….and this is my passion: www.poetryclub.de