Bernd Senf: Der gescheiterte Beweis, dass das Zinsgeldsystem funktioniert

Professor Bernd Senf (Foto Gaga Nielsen)

Professor Bernd Senf (Foto Gaga Nielsen)

Wer hier beim „Cosmic und seinem poetrYclub“ öfter mal liest, weiss schon, daß im Blog immer wieder das reformbedürftige herrschende Geldsystem kritisiert wird. Ausserdem wird ein dringender Diskussionsbedarf in einer breiten Öffentlichkeit angemahnt. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, daß dieses Thema auf der Prioritätenliste ganz oben steht, wenn wir unsere Demokratie vor einem drohenden Desaster bewahren wollen.

Neulich hat ein Leser einen meiner älteren Blogeinträge (2.168.800.185.590.522.500.000.000.000.000.000.000.000.000,00  Euro), zum Zinsgeldsystem folgendermaßen kommentiert:

„Hier wird bewiesen, dass Prof. Senf falsch liegt mit seinen Theorien:
http://netwebber.wordpress.com/2010/01/02/der-beweis-dass-das-zinsgeldsystem-funktioniert/

Er hat wohl ganz am Anfang seines Schaffens etwas wichtiges übersehen. Nämlich den Gledkreislauf zwischen Kreditgeber und Kreditnehmner. Wenn man diesen einfach wegläßt, kommt man zu Senf’s Zinseszins-Effekt. Nur leider ist das alles falsch.“


Bernd Senf und Cosmic (Foto Gaga Nielsen)

Bernd Senf und Cosmic (Foto Gaga Nielsen)

Ich habe dann Bernd Senf gebeten, ob er sich diesen besagten Artikel einmal ansehen und analysieren möchte. Das hat er getan und er hat mir soeben seine Gegendarstellung geschickt, die ich jetzt hier veröffentlichen darf. Somit ist wohl auch der angebliche Beweis, das Zinsgeldsystem würde (schadlos) funktionieren, auch schon wieder vom Tisch:

………………………………………………………………………………………………………………

B e r n d S e n f


Der gescheiterte Beweis, dass das Zinsgeldsystem funktioniert (06.01.2010)

Entgegnung auf einen anonymen Beitrag im Internet unter

http://netwebber.wordpress.com/2010/01/02/der‐beweis‐dass‐daszinsgeldsystem‐
funktioniert/

Im Internet erschien am 02.01.2010 ein Beitrag mit dem Titel „Der Beweis, dass das Zinsgeldsystem funktioniert“. Er beginnt mit folgendem Abschnitt:

„Es gibt eine Vielzahl von Kritikern, die behaupten dass unser Zinsgeldsystem unweigerlich
in einem Zusammenbruch des Marktes mündet. Nach deren Meinung führt Geld, welches
über Zinskredite in den Markt eingeführt wird, unweigerlich zu einem exponentiellen
Anstieg der Schulden und damit der Zinslast. Im Folgenden wird bewiesen, dass diese
Annahme nicht stimmt.“ (S. 1)
Und er endet mit dem Abschnitt:

„Fazit: Die Grundannahme des ZinsKapitalMarktes der Kritiker ist falsch, weil sie einfach
den Geldkreislauf und die Wertschöpfung zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber
weglassen. Durch diesen groben, aber doch recht unauffälligen Fehler, entsteht der
Eindruck als ob das ganze Zinsgeldsystem zwangsläufig früher oder später
zusammenbrechen muss.“ (S. 5f)

Zu diesen Thesen, zu den Grundannahmen und der scheinbaren Beweisführung des anonymen Autors will ich im Folgenden kurz Stellung nehmen.


Fragwürdige Grundannahmen der „Beweisführung“

Sein Modell, das in Tabellenform vorgestellt wird, basiert auf einigen fragwürdigen und realitätsfernen Grundannahmen. Entsprechend lassen sich daraus keine realitätsbezogenen Folgerungen ableiten.
1) Die Wertminderung der Maschinen im Laufe der Zeit und im Zusammenhang ihrer Nutzung wird übersehen. (Der Wert der Maschinen in der Tabelle auf S. 2 wird im Zeitablauf als konstant mit 100 Euro angegeben.) Dadurch erscheint etwas als Wertschöpfung, was es zum Teil gar nicht ist. Die vermeintliche Wertschöpfung müsste um den Betrag der Maschinen‐Abschreibungen vermindert werden.

2) Die Wertschöpfung (120 Euro Produkte in der Tabelle auf S. 2) wird als größer voraus gesetzt als der Zins. Das ist aber gesamtwirtschaftlich – bei gleich bleibendem Zins – auf Dauer und im Durchschnitt aufgrund sinkender Durchschnittsrendite gar nicht möglich. Wenn aber aufgrund sinkender Rendite das Zinsniveau sinkt, wird immer mehr Geld dem realwirtschaftlichen Kreislauf durch Horten und Spekulation entzogen, was zu Deflation in der Realwirtschaft bei gleichzeitiger Börseninflation führt.

3) Das Horten ist aber aus dem Modell einfach ausgeklammert („ … die Problematik des Geldhortens in diesem Beispiel tatsächlich nicht behandelt wird“ – S. 3). Gleichzeitig wird sie auch geleugnet: „Das Problem des Geldhortens gibt es aber in allen Geldsystemen und wird im Prinzip auch in allen Geldsystemen durch Inflation oder damit vergleichbarem (?, B.S.) gelöst.“ (S. 3) Die Inflation ist aber ein höchst fragwürdiges Mittel der
Geldumlaufsicherung zur Vermeidung des Hortens, unter anderem weil sie nicht nur das gehortete Geld, sondern alles Geld trifft. Dass es stattdessen Möglichkeiten der konstruktiven (= nicht destruktiven) Umlaufsicherung des Geldes geben kann – und historisch gegeben hat (zum Beispiel die Brakteaten im Hochmittelalter oder das Regionalgeld in Wörgl 1932 ) – bleibt unerwähnt.

4) Es wird in der „Beweisführung“ unterstellt, dass alle Zinserträge immer wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt und nachfragewirksam werden, auch bei den „Großkapitalisten“. Selbst wenn die Zinserträge wieder angelegt (und nicht konsumiert, sondern „reinvestiert) werden, würde immer wieder „auf dem Markt ein Gegenwert für das investierte Geld (existieren)“ (S. 5). Damit wird wiederum ein Wachstum des Sozialprodukts unterstellt, was mit dem exponentiellen Wachstum der Geldvermögen Schritt hält – was langfristig in einer Welt begrenzter Ressourcen und Absatzmärkte unmöglich ist.

5) Die Rolle der Zentralbanken bleibt unhinterfragt. „Für die prinzipielle Funktionsweise des Zinsgeldsystems nehme ich hier an, dass alles mit rechten Dingen zugeht.“ (S. 5) ‐ spätestens seit der Weltfinanzkrise ‐ bezogen auf das Bankensystem insgesamt ‐ eine offensichtlich realitätsferne Annahme, an die viel zu lange viel zu viele geglaubt haben. Die Frage, wer eigentlich Einfluss auf die einflussreichen Zentralbanken hat (Geld regiert die Welt – und wer regiert das Geld?), wird gar nicht erst gestellt. Die Zentralbanken werden stattdessen idealisiert als eine Institution, die die Zinserträge aus Geldschöpfung vollständig in Gehälter ihrer Angestellten und (durch Abführung des Zentralbankgewinns) an den Staatshaushalt weiter leiten. Andere Anteilseigner der Zentralbanken außer dem Staat scheint es demnach gar nicht zu geben. Damit wird ein wesentlicher problematischer Aspekt der Realität (zum Beispiel der US‐Notenbank Fed, die sich weitgehend in den Händen privater Großbanken befindet) ausgeblendet.

6) Es wird fälschlicher Weise unterstellt, dass „die Zentralbank … der einzige Kreditgeber ist, der Geld schöpfen darf.“ (S. 4) Damit wird die in hohem Maße problematische Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken geleugnet. (Zu deren Problematik siehe
www.monetative.de .)

Fragwürdige Schlussfolgerungen der „Beweisführung“

Auf der Grundlage fragwürdiger Annahmen kommt der anonyme Autor entsprechend
auch zu fragwürdigen Schlussfolgerungen:

7) „Dadurch wäre dann auch bewiesen, dass in einem Zinsgeldsystem kein Zinseszinseffekt mit der damit verbundenen exponentiellen Verschuldung entsteht. Damit ist es auch nicht nötig, dass der Markt eines Zinsgeldsystems exponentiell wachsen muss, damit er weiter existieren kann.“ (S. 5) Diese These scheint mir wiederum eine Realitätsverleugnung zu sein. Nicht nur die mathematisch‐abstrakte Zinseszinsformel zeigt, dass Geldvermögen – und ihr Spiegelbild: die Schulden“ – bei konstant bleibendem Zinssatz exponentiell wachsen. Auch ein Blick auf die Statistiken der tatsächlichen Entwicklung von Geldvermögen und Schulden (einschließlich der Staatsschulden) lässt diese Tendenz deutlich erkennen.

8 Im Übrigen ist der Aspekt der sich beschleunigenden Umverteilung von unten nach oben durch das Zinssystem (und die Auswirkung der unsichtbaren Zinsanteile in den Preisen und Steuern) völlig ausgeblendet. Die Einbeziehung dieses Aspekt würde
erkennen lassen, dass – bei Gegenüberstellung der (sichtbaren) Zinserträge und der (sichtbaren wie unsichtbaren) Zinslasten – nur etwa 10 % der Einkommensbezieher vom Zinssystem profitieren und sich daraus eine wachsende Polarisierung der Gesellschaft ergibt.
Schlussbetrachtung
Insgesamt ist der „Beweis, dass das Zinsgeldsystem funktioniert“ des anonymen Autors gekennzeichnet von einem vielfältigen Ausblenden wesentlicher und besonders problematischer Aspekte der Realität des bestehenden Geld‐ und Zinssystems. Damit liegt er auf einer Linie mit dem mainstream der Wirtschaftswissenschaften (Neoliberale ebenso wie Keynesianer), der nicht zuletzt wegen der Realitätsferne seiner abstraktmathematischen Modelle von der Weltfinanzkrise völlig überrascht war und ihr entsprechend hilflos gegenüber stand und steht.

Aus den Reihen der Geldsystem‐ und Zinskritiker hingegen gab es schon lange Zeit vorher warnende Hinweise darauf, dass das System auf eine Weltfinanzkrise zusteuert, wenn nicht grundlegende Veränderungen im Geldsystem durchgesetzt werden.

Anstatt eine Ehrenrettung des Zinssystems und der es legitimierenden Ökonomen und Theorien zu versuchen, wäre es höchste Zeit, sich mit den „Blinden Flecken der Ökonomie“ vor allem im Bereich des mainstreams zu konfrontieren und sie zu überwinden.
www.berndsenf.de
www.dailymotion.com (Suchwort: Bernd Senf)

Bernd Senf: Bankgeheimnis Geldschöpfung (16‐Seiten‐Artikel unter http://www.google.de)

Bücher von Bernd Senf:
Der Nebel um das Geld – Die blinden Flecken der Ökonomie – Der Tanz um den Gewinn.

cosmic (Foto Gaga Nielsen)

cosmic (Foto Gaga Nielsen)

Ich danke Bernd Senf für seine Stellungnahme! Und überhaupt…ich bewundere diesen Mann für seinen wachen Geist, seine Offenheit, seinen Fleiss und seine Unermüdlichkeit bei der Aufklärung dieser wichtigen Sachverhalte. Ich freue mich immer wieder über seine Arbeiten, vor allem weil er es schafft ganz überraschende Zusammenhänge zu ganz anderen Wissensgebieten herzustellen. Erwähnt sei hier zum Beispiel auch sein Forschungsgebiet „Wilhelm Reich und die Orgonenergie“. Bernd Senf ist brillanter Querdenker und (nicht nur) dafür liebe ich Ihn!

Hier noch zwei themenverwandte Links: „Liebe Angela Merkel“ und „Monetative“ !

Bernd Senf bei der Arbeit (Foto Gaga Nielsen)

Bernd Senf bei der Arbeit (Foto Gaga Nielsen)

Im übrigen halte ich die Zeichnungen, die Bernd Senf bei seinen Vorträgen anfertig für künstlerisch wertvoll. Es wird der Tag kommen und ich werde seine Arbeiten in einer Galerie ausstellen. Dazu spielen wir dann noch zusammen Gitarre und singen, das kann er nämlich auch noch…

Hier sind Links zu den Flickr Bild Strecken von Gaga Nielsen, als wir Bernd Senf besuchten:

Einmal hier bei einer seiner Vortragsreihen in Berlin: Characterpanzerung

Und hier bei ihm zu Hause beim Tee trinken und musizieren: Prof Senf Ossena

Cosmic, Berlin 7.1.2010

www.poetryclub.de

P.S.: Und in meinem nächsten Blogeintrag berichte ich Euch von Xavier Naidoo und seiner aktuellen CD. Dort singt er nämlich auch schon „Zins und Zinseszins haben ausgedient“! Man könnte fast sagen, die Spatzen pfeiffen es schon von den Dächern…;-)

>> Nachtrag 8. Februar 2010: Diesen Artikel kan  man jetzt hier lesen:

Xavier Naidoo – Zins und Zinseszins haben ausgedient! Alles kann besser werden…

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~ von cosmic - Januar 7, 2010.

5 Antworten to “Bernd Senf: Der gescheiterte Beweis, dass das Zinsgeldsystem funktioniert”

  1. Vielen Dank für die Stellungnahmen:

    Vorne Weg: Als freier Geist sollt man sich meiner Meinung nach nie neuen Ideen verschließen. Deswegen will ich auch nicht das eine noch das andere Geldsystem prinzipiell Bevorzugen. Aber wenn man verschiedene Geldsysteme vergleicht, sollte man diese zumindest so gut es geht richtig miteinander vergleichen. Und bei vielen Kritikern des Zinsgeldes fängt ja die ganze Argumentation mit diesem Fehler an, dass die Zinsen verschwinden und nicht mehr in den Markt zurückkommen. Genauso falsch könnte man auch ein Freigeldsystem darstellen, indem man das Geld welches für die Marken bezahlt wird damit die Geldscheine weiterhin gültig sind, nicht mehr über die Staatsausgaben in den Markt zurückführt. Dann würde in dem Freigeldsystem mit der Zeit das gesamte Geld verschwinden.

    Zu 1): Das ist in diesem Fall unerheblich. Letztendlich kann man immer sagen, alle sonstigen Kosten der Maschine und des Kreditnehmers muss dieser über Wertschöpfung verdienen. Also bei der Maschine die Wertminderung, Wartung, Energieverbrauch, Rohstoffverbrauch etc.. Für das Modell und eine übersichtliche Darstellung ist das in diesem Fall nicht nötig.

    Zu 2): Also in dem Beweis wird ja nur gezeigt, dass ein Zinsgeldsystem auch bei Wirtschaftswachstum von 0% beliebig lange weiter laufen kann (Betonung liegt auf kann). Das in der Realität dieses 0%-Wachstum (und weniger) mit einer immer noch weiteren Verschuldung versucht wird zu bekämpfen, in der Hoffnung, dass die Wirtschaft irgendwann wieder wächst, will ich gar nicht bestreiten. Und die Probleme die sich daraus erbegen schon gar nicht. Ich vermute aber, dass man an einem solchen Punkt durch geeignete Maßnahmen auch das Zinsgeldsystem stabil halten könnte. Nur diese Maßnahmen würden in letzter Konsequenz dazu führen, dass der Kreditmarkt zusammenbrechen würde (zumindest die hohen Einnahmen daraus) und dann würde am Ende so etwas ähnliches wie das Freigeldsystem entstehen. Also die Kreditgeber verdienen nichts mehr mit ihrem Kredit, sie können lediglich verhindern, dass ihr Erspartes durch Inflation an Wert verliert. Und diese nötigen Maßnahmen sind ungefähr genauso schwer durchzusetzen wie ein komplett neues Geldsystem.

    Zu 3): Also ich habe ja geschrieben „mit der Inflation vergleichbarem“. Vergleichbar sind die anderen Ideen, weil sie auch, wie die Inflation, gebunkertes Geld im Wert mindern. Um einen ganz bestimmten Fehler aufzuzeigen (der verschwundene Zins) muss man ja nicht alle Aspekte und Ideen die es gibt explizit erwähnen.

    Zu 4): Ja, wenn durch Zinsen gewonnenes Geld wieder mit gleichbleibenden Zins investiert werden kann, heißt das der Markt wächst. Wenn nicht wird der Gewinn des reinvestierten Geldes gegen 0 tendieren. Letztendlich müsste man diesen Null-Verdienst bei Krediten zulassen.

    Zu 5): Die Annahme ist nicht realitätsfern, sondern es geht um eine möglichst objektive Betrachtung eines Geldsystems. Wenn in einem Freigeldsystem eine Privatperson sich an den verkauften Wertmarken bereichert, würden Sie diesen Missstand ja auch nicht dem Freigeldsystem an sich zuschreiben, sondern die Umsetzung als fehlerhaft bzw. sogar betrügerisch bezeichnen.

    Zu 6): siehe Punkt 5.
    Auch die Giralgeldschöpfung ist meiner Meinung nach eine betrügerische Umsetzung des Zinsgeldsystems. Dieser Missstand sollte natürlich so schnell wie möglich beseitigt werden. Da bin ich ganz Ihrer Meinung.

    Zu 7): Wenn man Null-Wachstum wirklich zulassen würde und das damit verbundene Ende des Zinseszinseffektes, könnte auch das Zinsgeldsystem meiner Meinung nach beliebig lange weiterlaufen. Der Beweis zeigt ja nur, dass ein Zinseszinseffekt NICHT ZWINGEND im Zinsgeldsystem vorhanden ist. Dieser ergibt sich wohl eher aus psychologischen, politischen etc. Gründen. Wenn Sie z.B. sagen würden, das Zinsgeldsystem befördert diese psychologischen Gründe (z.B. Gier) und die damit verbundene Kurzsichtigkeit in ökonomischen Entscheidungen, würde ich da durchaus auch meine Unterschrift druntersetzen. Wenn ich mich recht erinnere haben Sie diesen „monetären Druck“ selbst auch, zumindest zum Teil, psychologisch begründet.

    zu 8): Wie schon in der Einleitung gesagt, bin ich ja nicht dogmatisch für ein bestimmtes Geldsystem. Bestimmte Probleme des Zinsgeldsystems zu leugnen wäre auch meiner Meinung nach absurd. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass sie mit dieser Kritik -das Zinsgeldsystem BEFÖRDERT die Umverteilung von unten nach oben- recht haben.
    Allerdings bin ich auch der Meinung, dass einige Probleme der Menschheit nicht immer nur eine einzige Ursache haben. Was ich damit sagen will: Hätten wir ein anderes Geldsystem, welches die Umverteilung von unten nach oben NICHT befördert, suchen sich die Mächtigen oft andere Wege um an immer mehr Macht zu kommen.
    Deswegen beschränke ich an dieser Stelle mein Gegenargument auf eine uralte volkswirtschaftliche Weisheit: Monopole und Kartelle sind Gift für eine freie Marktwirtschaft.
    Vielleicht sollte man sich hier auch einmal bewusst werden, dass nicht nur Monopole u. Kartelle in der Produktion eine destruktive Wirkung haben, sondern auch Monopole und Kartelle im Kapital selbst.
    Zu starke Machtkonzentrationen, ob über das Kapital oder andere Wege, gilt es politisch zu bekämpfen unabhängig davon welches Geldsystem gerade zugrunde liegt.

  2. Hallo netwebber,

    danke für Deine ausführliche Stellungnahme. Ich kann es nur begrüßen, wenn über das Geldsystem debattiert wird, das habe ich ja oben auch geschrieben. Das Thema ist sehr komplex und gleichzeitig sehr bedeutend. Wie wäre es denn, wenn Du mal bei http://www.liebeangelamerkel.de reinschaust und Dich dort im Newsletter anmeldest und mal in das Forum reinschaust:

    http://liebeangelamerkel.foren-city.de/index.php

    Michael Weik arbeitet gerade daran, das Forum zu verbessern. Hier sollen auf hohem Niveau die Details diskutiert und verhandelt werden.

    Zunächst mal muss eine öffentliche Debatte zum Geldsystem her, die Probleme müssen benannt und analysiert werden. Erst im zweiten Schritt kann man zu den Lösungen kommen.

    Mach doch mit! Das würde mich freuen. Du könntest dort sicher auch Deinen Artikel zur Diskussion stellen…

    Deinen Beitrag hier, habe ich wiederum an Bernd Senf geschickt.

    Herzliche Grüße
    Cosmic

  3. Interesanter Artikel von H.W. Kreutzer zur Zinsdiskussion:

    Die Sache mit dem Zins:
    http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2010/6.html

    Grüße…

  4. […] Der gescheiterte Beweis… […]

  5. Hallo Herr Senf,

    wollte mal den Gegenbeweis zum Zins antreten.
    Das System funktioniert nämlich theoretisch doch.

    Meine Werke des gestrigen Tages
    als Ergebnis des freien Wirtschaftsstudiums der letzten Jahre:

    So funktioniert das Zinssystem – Rechenbeispiel
    http://www.matthias-jonathan.de/webseitendaten/dateien/sonstiges/So-funktioniert-das-Zinssystem.pdf

    und gleich im Anschluss als Beispiel für das Problem des exponentiellen Wachstums

    Die arme Sau – Gedicht
    http://www.matthias-jonathan.de/webseitendaten/dateien/werke/arme-sau.pdf

    Lieben Gruß

    Freibürger & Liedermacher
    Matthais Jonathan

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